BIGEKO - Bidirektionale Gebärdensprach-Kommunikation per KI-basierter Übersetzung von Text und Gebärdensprache
Informationen
Über das Projekt
Im Verbundprojekt BIGEKO (Bidirektionale Gebärdensprachen Kommunikation) entwickeln Forschende verschiedener Disziplinen ein System, das es Hörenden und Gebärdenden erlaubt, barrierefrei miteinander zu kommunizieren. Als praktisches Anwendungszenario dient eine Notrufübermittlung. Die neuartige Technologie soll es möglich machen, einen Notruf abzusetzen und eine Verbindung zu einer Rettungsleitstelle aufzubauen. Bei einem simulierten Notruf werden die Möglichkeiten der Gebärdenerkennung, -übersetzung und -animation erforscht. Nutzende sollen dabei per Gebärdensprache kommunizieren. Kommunizierte Emotionen (z.B. Angst) geben dabei den Einsatzstellen zudem wichtige Informationen zur Dringlichkeit des Notfalls und dem Wohlbefinden der gebärdenden Person.
In der Öffentlichkeit besteht die weit verbreitete Annahme Gebärdensprachen seien nur gestikulierte Gegenstücke zu von Hörenden gesprochenen Sprachen. Dies ist nicht der Fall. Gebärdensprachen (es gibt viele davon) sind vollumfängliche Sprachen mit eigener Grammatik, die nur in Teilen etwas mit ihren gesprochenen Gegenstücken zu tun haben. Somit handelt es sich bei der Erkennung und Übersetung von Gebärdensprache nicht um das einfache Erkennung von Gesten, sondern um ein komplexes Übersetzungsproblem aus einem Schnittbereich des Natural Language Processing (NLP) und der Computer Vision (CV). Deshalb fokussiert sich das BIGEKO Projekt in der Entwicklung ihres Software-Prototyps auf Deutsche Gebärdensprache.