Herzinsuffizienz und dessen Effekte auf Zielorgane
Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen das größte globale Gesundheitsproblem dar. Trotz bemerkenswerter Fortschritte bei der Diagnose und Prävention sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach wie vor eine der Hauptursachen für körperliche Beeinträchtigungen und Todesfälle weltweit.
Herzinsuffizienz zählt zu den Herzkrankheiten mit der höchsten Morbidität in Deutschland und weltweit. Jedes Jahr erleiden allein in Deutschland über 300,000 Menschen einen Herzinfarkt. Da sich allerdings die Überlebensrate nach Myokardinfarkt oder bei Herzinsuffizienz in den letzten Jahrzehnten enorm verbessert hat, sind verschiedene Begleiterkrankungen sehr viel häufiger geworden.
Derzeit gibt es keine kurativen Behandlungen zur Behandlung von den mit Herzinsuffizienz einhergehenden Organschäden.
Herzinsuffizienz-assoziierte Hirnfunktionsstörung
In den letzten zehn Jahren haben sich die Überlebensraten bei Herzinfarkten dank medizinischer Fortschritte deutlich verbessert. Diese Verlängerung der Lebenserwartung kann sich allerdings negativ auf die Prognose der Patienten auswirken, da besonders Einschränkungen der Hirnperfusion häufig mit einem kognitiver Beeinträchtigung einhergehen und dadurch die Lebensqualität der Patienten und ihre Fähigkeit, mit ihrer Grunderkrankung umzugehen, ernsthaft beeinträchtigt werden kann. Statistisch gesehen sind kognitive Beeinträchtigungen bei herzinsuffizienten Patienten fünfmal häufiger als in der gleichaltrigen Allgemeinbevölkerung. Bislang gibt es keine kurativen Behandlungen oder Strategien zur Verhinderung oder Verlangsamung des kognitiven Abbaus im Zusammenhang mit Herzinsuffizienz, was vor allem auf das mangelnde Wissen über die zugrundeliegenden Mechanismen zurückzuführen ist. Daher werden dringend neue Ansätze benötigt, um dieses Problem anzugehen.
Publikationen zum Thema
Herzinsuffizienz-vermittelte pulmonale Belastung
Herz-Kreislauf- und chronische Lungenerkrankungen stellen weltweit eine enorme gesundheitliche Belastung dar und sind laut Weltgesundheitsorganisation für 4 der 6 häufigsten Todesursachen verantwortlich. Bestehende Therapien können das Fortschreiten der Krankheit nur verlangsamen, weshalb neue Lösungen dringend erforderlich sind. Traditionell werden beide Erkrankungen als getrennte Phänomene betrachtet, aber es gibt immer mehr Belege dafür, dass der bestehende Zusammenhang zwischen chronischen Herz-Kreislauf- und chronischen Lungenerkrankungen weitgehend unterschätzt wird, so dass integrierte Ansätze zur Entschlüsselung dieses Zusammenhangs auf molekularer Ebene dringend erforderlich sind.
Förderung zum Thema
Swedish Foundation for International cooperation - STINT : Switching the gatekeeper in S1P homeostasis: the role of CFTR in chronic heart and lung diseases – Förderzeitraum 2020 – 2024
Crafoordska Stiftelse: The in heart failure – CFTR as critical modulator for cardiopulmonary distress – Förderzeitraum 2019 – 2021