Innovationen in der Forschung zu chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen
Symposium der Augsburger Umweltmedizin 2025: Innovationen in der Forschung zu chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen „Breaking Barriers“ -- mit über 168 registrierten Teilnehmern aus verschiedenen Ländern, darunter Katar, London, Brüssel, Izmir, Davos, Zürich sowie aus ganz Deutschland, konnte das Symposium seinem Motto gerecht werden und bot eine Plattform, für internationalen Wissensaustausch, Weiterbildung und Forschungskooperation. Besonders hervorzuheben sind die beiden Keynote Speaker Prof. Kilian Eyerich und Prof. Carsten Flohr und die 16 Referenten und zahlreichen Flash-Talk-Sprecher, die ihre neuesten Erkenntnisse präsentierten. In einer Industrieausstellung konnten sich die Teilnehmer bei 8 verschiedenen Industriepartnern und Ausstellern über deren Produkte und neueste Entwicklungen informieren. Dank CK-CARE und Nia Health konnten insgesamt 12 Posterpreise im Wert von je 300 Euro vergeben werden. Alle Sponsoren trugen mit 56.000 EUR erheblich zum Erfolg der Veranstaltung bei. Wir bedanken uns bei allen Referenten, Teilnehmern und Sponsoren, die das Symposium 2025 zu einem großartigen Erfolg gemacht haben. Die Folgeveranstaltung ist für das Jahr 2027 geplant und wir hoffen, dass wir alle wieder bei uns begrüßen dürfen, und natürlich weitere neue Mitwirkende und Gäste! Der Eröffnungsvortrag von Prof. Kilian Eyerich mit dem Titel „Von Endo/Genotyp zu maßgeschneiderter Therapie“ setzte einen wichtigen Impuls und führte tief in das Thema personalisierte Medizin ein. Er beleuchtete, wie maßgeschneiderte Therapien die Zukunft der Behandlung chronischer Erkrankungen prägen könnten. Die Diskussionen der Sessions an diesem Tag drehten sich daher um die historischen Meilensteine der Allergieforschung ebenso wie um neue Erkenntnisse zur Immunologie, Hautgesundheit und den Mechanismen der Barriere-Dysregulation. Forscher und Experten wie Prof. Johannes Ring, Prof. Sabine Werner, Prof. Roger Lauener, Prof. Mirjam Schenk und viele weitere führende Köpfe der Wissenschaft präsentierten die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse in Vorträgen und Flash-Talks, die zu angeregten Diskussionen unter den Teilnehmern führten. Die Industrieausstellung bot eine hervorragende Gelegenheit, innovative Produkte und Technologien kennenzulernen. In den Posterpräsentationen hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre eigenen Arbeiten vorzustellen und wertvolle Kontakte zu knüpfen, was den interdisziplinären Austausch förderte. Der erste Tag des Symposiums fand seinen krönenden Abschluss im Vortrag der Henri-Nannen-Preisträgerin und Geo-Autorin Katja Trippel, die mit ihrer Rede zur Wissenschaftskommunikation die Bedeutung des Dialogs zwischen Forschung und Öffentlichkeit hervorhob und einen Appell an alle Anwesenden richtete: „Better Science Communication is crucial!“ Der Abend war umrahmt von den Darbietungen der René Walden Big Band und Gelegenheiten zu Austausch, Netzwerken und Gespräch! Am zweiten Tag des Symposiums setzte sich die Reihe spannender Vorträge fort. Der Vormittag begann mit dem Keynote-Vortrag von Carsten Flohr, der das Thema „Hautbarrierestörung: Tor zu Lebensmittelallergien“ behandelte. Es folgten interessante Vorträge über die Lebensqualität und Komorbiditäten, in denen Michael Schloter, Özlem Göksel und Stephan Traidl auf die Co-Evolution von Staphylococcus aureus mit dem Menschen, die Resilienz der menschlichen Atemwegsepithelbarriere gegenüber atmosphärischen Schadstoffen und den Einfluss viraler Infektionen auf atopisches Ekzem eingingen. Die Nachmittagssitzungen befassten sich mit dem Thema Pruritus, Prurigo und Neuroinflammation, wobei Experten wie Stefanie Eyerich, Martin Steinhoff und Joanne Pennock neue Einblicke in die Theragnostik bei atopischem Ekzem und die neuroimmunologische Kommunikation in der Haut gaben. Die Posterpräsentationen und die Industrieausstellung boten auch weiterhin eine wertvolle Plattform für den Austausch neuester Forschungsergebnisse und Technologien. Der Tag und das Symposium endete mit einer Highlight-Session zur Prävention und Edukation, bei der unter anderem Peter Schmid-Grendelmeier, Alexander Zink und Robin Rohayem aktuelle Entwicklungen in der digitalen Dermatologie und die Bedeutung des Mikrobioms der Haut diskutierten. Die feierliche Posterpreisverleihung krönte für 12 Wissenschaftler die Veranstaltung. Ihre herausragenden Arbeiten wurden von der Posterkommission (Dr. Mehmet Gökkaya, Dr. Michael Gerstlauer, Dr. Ganesh E. Phad) prämiert. Wir bedanken uns bei allen, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben und freuen uns auf das nächste Symposium, das für 2027 geplant ist! Wir gratulieren allen Posterpreisträgern von 2025:
Im Detail:
Claudia Traidl-Hoffmann eröffnete das Symposium 2025 und gab zusammen mit Sabine Doering-Manteuffel, Präsidentin der Universität Augsburg und Schirmherrin der Veranstaltung, die alle Gäste in einem Videogrußwort begrüßte, den Startschuss für eine spannende und erkenntnisreiche Veranstaltung. Die Augsburger Umweltmedizinerin setze anschließend den inhaltlichen Rahmen mit ihrem Impuls zum Symposiumsthema: „Breaking Barriers: Die epitheliale Barriere im Spannungsfeld zwischen Abwehr und Verletzlichkeit bei chronischen Entzündungserkrankungen“, in der sie die aktuellen Themen der Forschung – in Augsburg und bei CK Care, dem größten privaten Förderer von Allergieforschung, umriss.
Nachname
Vorname
Titel
Saglam-Meltiner
Pelin
Bioengineered iPSCs-derived preclinical models to recapitulate human lung physiology: Investigation of complex biological particulate matter exposures on alveolar epithelial barrier
Khoi Le
Nguyen Phan
A human triple-culture leaky gut in vitro model as a tool for investigating intestinal barrier disruption
Williams
Helen
Bacteria-derived lipopeptides inhibit the release of IL-33 in models of Atopic Dermatitis
Belasri
Hafsa
Pathophysiology of autoallergy in atopic dermatitis (PAAD): A Prospective Study
Neumann
Avidan
Skin microbiome dynamics as predictor and pathogenesis mechanism for severe radiodermatitis in breast cancer patients
Reiter
Anna
Atopic Dermatitis severity correlation with Staphylococcus aureus as function of clinical and environmental factors
Gilles
Stefanie
Interaction of infectious and allergenic bioaerosols at epithelia: the example of pollen and coronavirus
Urban
Swetlana
Response of differentiated nasal epithelial cells to pollen exposure: differences between pollen extract, suspension and aerosol stimulation
Plaza
Maria
Enhancing Pollen Forecasting for Allergy Management: A Data-Driven Ensemble Modeling Approach
Gross
Lina
Spatial transcriptomics reveals characteristic landscapes of atopic dermatitis and psoriasis lesions
Wirsching
Hanna Barbara
Non-invasive imaging for inflammatory dermatosis – follow up under therapy
Berk
Berkay
Effect of pH-lowering emollient use in Atopic Dermatitis patients on skin physiology and microbiome