Update zur diesjährigen Pollensaison in Augsburg

Automatisches Pollenmessgerät, Lehrstuhl für Umweltmedizin, Augsburg
Pollenmonitor Lehrstuhl für Umweltmedizin Lst. für Umweltmedizin, Augsburg

Die Pollenmessungen am Lehrstuhl und Institut für Umweltmedizin Augsburg wurden 2015 aufgenommen. Seitdem haben sich die Instrumente und Messtechniken weiterentwickelt. Neue Wege zur Unterstützung von Allergikern, z.B. mit Tools wie PollDi, der Pollen-App, werden getestet und verbessert. Seit 2017 sind die aktuellen Daten für Augsburg öffentlich zugänglich: zur Homepage.

 

Update zur diesjährigen Pollensaision von Maria Plaza, Gruppenleiterin des Fachbereichs Human Exposure Science

„In diesem Jahr waren bisher alle Monate wärmer als der klimatische Durchschnitt, mit Rekordtemperaturen im Februar und März. Der April brachte den ersten „heißen Tag“ mit über 30 Grad, doch im selben Monat schneite es in den Bergen wieder. Darüber hinaus hat das Jahr 2024 bereits mehrere Rekorde bei den Tagesniederschlägen mit schweren Stürmen, Regen und Hagel gebracht. Diese warme und feuchte Umgebung begünstigt die Produktion und Freisetzung von Pollen und Pilzsporen besonders, auch aufgrund der Sommersaison.
Der Gräserpollenflug wird daher in den nächsten Tagen nicht aufhören, aber auch keine überraschenden Sprünge machen, da die Spitzenwerte der Gräserpollen bereits Anfang Juni erreicht zu sein scheinen. Der Anstieg der Pollenwerte auf ein örtlich hohes Niveau dürfte sich auf die Hochlagen der Alpen beschränken.
Die Zusammensetzung der Pollenarten in Augsburg und allgemein in den tieferen Lagen ist überwiegend: Kiefer, Linde, Wegerich, Gras und Brennnessel. Im Moment gibt es große Konzentrationen von Linde-Pollen und wir können sogar die Straßen voller Linde-Blumentrümmer sehen, die in den letzten Wochen in voller Blüte standen. Allerdings sind es die krautigen Pflanzen: Gräser, Wegerich und vor allem Brennnessel, die derzeit die Pollenzusammensetzung in der Luft dominieren. Andererseits bringt der Beginn der Getreideernte Schimmelpilzsporen hervor. Damit wird ab sofort die Alarmschwelle für eine mögliche Auslösung von Pilzsporenallergiesymptomen überschritten“.

 

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